2. Internationale Polizeijugendkonferenz

2. Internationale Polizeijugendkonferenz
 

Am 29.10.2019 reisten unsere JUNGE GRUPPE Mitglieder Nicole und Martin in das Niederländische Den Haag. Dort fand bis zum 31.10.2019 die IPYC - International Police Youth Conference statt.

Am Flughafen Amsterdam trafen wir zufällig Björn aus dem Landesbezirk Berlin, welcher uns bereits von der LÜS (Länderübergreifende Sitzung) bekannt ist.

Gemeinsam ging dann die Reise weiter nach Den Haag.
Angekommen im Hotel und anschließenden einchecken, hatten wir noch 3h Zeit bis 19:00 Uhr die Konferenz beginnen sollte. Daher entschlossen wir uns, mit Björn nochmal in die Innenstadt von Den Haag zu laufen. Uns wurde schnell bewusst, dass der Straßenverkehr hier stark Fahrrad geprägt ist und die dazugehörigen Voraussetzungen gut geschaffen wurden.
Um 19:00 Uhr wurde der Kongress durch die niederländischen Ausrichter eröffnet und man startete mit Networking über die Landesgrenzen hinaus.
Die Teilnehmer des Kongresses kamen dieses Jahr aus den Niederlanden, Deutschland, Norwegen, Dänemark, USA, Süd Afrika, Slowenien, Tschechien, Schweiz und Lettland.
 
      

Am morgen des 30.10.2019 begann dann mit einer Eröffnung der Veranstaltung durch den GdP Bundesvorsitzenden Oliver Malchow und seinem niederländischen Pondon Jan Struijs (Nederlandse Politiebond).

Anfangs legte der niederländische Minister für Justiz und Sicherheit, Ferdinand Grapperhaus in seinem Vortrag Augenmerk auf die internationale Zusammenarbeit.
Dies machte er an dem traurigen Beispiel, dem Abschuss eines niederländischen Flugzeuges über der Ukraine fest.

Polizist und FIFA Schiedsrichter Danny Makkelie, zeigte dann in einem Vortrag, wie wichtig Wahrnehmung und entschlossene Entscheidungsfreudigkeit in beiden seiner Berufe ist.
Er macht dies an Videofrequenzen und Kopfhörermitschnitte seines Schiedsrichterteams fest. Er zeigte auch die Neuerungen der Technik, welche uns die Vorteile des Videobeweis greifbar machte.
Fazit: Auch die Polizei muss für innovative Neuerungen offen sein.

In einer Podiums Diskussion zeigten sich diverse Unterschiede in der Gewerkschaftsarbeit und dem Polizeiberuf innerhalb der Länder. Es zeigte uns jedoch auch auf, das die Gewerkschaftliche Anerkennung durch den Dienstherren sehr unterschiedlich ist. Dies zeigte uns Sachsen allein schon die Unterschiede innerhalb Deutschlands.
 
      
 
Nach dem Mittag wurde die Social Media Arbeit des Niederländischen Dienstherren aufgezeigt.
Jan Willem ist dabei agierender Polizist, welcher mit einer Bodycam an unterschiedlichen Einsätzen die Kollegen unterstützt und anschließend die Videos aufarbeitet.
Dadurch wird die Polizeiarbeit für die Bevölkerung greifbar und offener dargestellt.
Findet ihr, das dies auch etwas für Sachsen ist?
Dann kontaktiert uns doch.

Nach diesem Vortrag stellte die niederländische Polizei einen Teil ihrer Ausrüstung vor.
Der Audi A6 mit „strobe light“ an der Hella für den Verkehrsteilnehmer hinter dem Polizeifahrzeug war dabei ein Alleinstellungsmerkmal. Die restliche Ausrüstung ähnelt sehr der deutschen Ausstattung und ist stark LEBEL geprägt.
Was jedoch zu erwähnen ist, ist der durch elektro- Motor angetriebene Hyundai, der die Größe einer A-Klasse hatte. Der im Kofferraum verbaute Einbausatz, machte dieses Kleinfahrzeug jedoch zu einem vollwertigen und sortierten Einsatzfahrzeug, welches 500km Reichweite vorzuweisen hat.

Zum Schluss, standen noch Workshops zu den Themen Ausbildung, Cybercrime – Darknet und Disziplinarmaßnahmen an.

Der 31.10.2019 begann mit einem Geburtstagslied für die Kollegin Lina aus Brandenburg.
 
 

Nach dem kleinen Ständchen, fuhren wir nach Rotterdam um dort die Seaport Police uns zeigen zu lassen. Der Dienststellenleiter zeigte die Schwerpunkte seiner Arbeit auf. Diese sind vor allem der Kampf gegen die organisierte Kriminalität, Drogenhandel und Menschenhandel. Er machte deutlich, das sein „Revierbereich“ die Grenze zum Rest der Welt ist.

Bei einer Bootstour wurde uns dann bewusst, wie groß der Hafen ist und welchen Platz die täglich ankommenden Güter benötigen. Es ist augenscheinlich kein Wunder, bei diesen Mengen an Containern nicht jeden Container überprüfen zu können.
 
 
Als Abschluss des Kongresses ging es dann zur Hundestaffel / K9 in Rotterdam.
Dort zeigten die Hundeführer das Können ihrer Partner.
Bemerkenswert ist, dass jeder Polizeischüler einen Tag bei den Hundeführern ausgebildet wird, um zukünftige gemeinsame Einsätze aufzuzeigen und im Vorfeld in einem Training das Verhalten des Hundes und die Aufgabe des normalen Polizisten geklärt sind.

Uns viel bei dem Hundeführer ein zusätzliches Waffenholster auf. Auf Frage für was dies sei, sagte uns der Kollege, das er einen elektro Taser führt. Auf die Frage, wie oft dieser benutzt werden muss, nahm der Kollege die zunehmenden Messerangriffe als Beispiel.
Auch diese Impression nehmen wir für unsere zukünftige Gewerkschaftsarbeit wieder mit nach Deutschland.

Wir bedanken uns bei der NPB Politiebond für die Ausrichtung der 2. Internationale Polizeijugendkonferenz und freuen uns auch beim nächsten Mal wieder mit dabei sein zu dürfen, um Erfahrungen auszutauschen und neue Anregungen mit in unseren Berufsalltag nehmen zu können.
 
GdP - Wir tun was!