"Das machst du doch nur für deine Gewerkschaft!"

"Das machst du doch nur für deine Gewerkschaft!"

Ein Satz, den ich öfter nicht hören könnte. Er ist nur leider falsch formuliert. Richtig würde es heißen: „Ich mache das für alle Kolleginnen und Kollegen mithilfe meiner Gewerkschaft!“

Denn sie bietet mehr als nur für Regress- und Rechtsschutzfälle aufzukommen. Sie bietet die Möglichkeit, sich zu Wort zu melden und Dinge zu verändern.

Nun fragen sich einige, was man davon hat, sich aktiv in der Gewerkschaft einzubringen. Viele glauben, für jeden abgeschlossenen Mitgliedsantrag bekommt man eine Provision. Warum sonst sollte man sich schon freiwillig engagieren?

Die Antwort ist doch aber recht einfach: Alles, was ich für die Allgemeinheit erziele, erhalte ich auch selbst, beispielsweise Tariferhöhungen. Solche Verbesserungen nicht nur für sich, sondern für alle Kollegen herauszuschlagen, gehört in meinen Augen zum beruflichen Selbstverständnis eines Polizisten.

Bleiben wir bei dem Beispiel Tariferhöhung. Besonders Kollegen, die gar nicht in der GdP Mitglied sind, freuen sich über diese finanzielle Verbesserung und sehen gar keinen Grund, in die Gewerkschaft einzutreten, wenn sie die erzielten positiven Veränderungen trotzdem erhalten.

So auch ein Kollege neulich zu mir: „Siehst du, eure 8000 Mitglieder in Sachsen haben doch gereicht, dass wir eine Tariferhöhung bekommen haben. Da muss ich doch nicht auch noch bei euch eintreten.“ Diese Mentalität ist jedoch in meinen Augen nicht die richtige. Viel mehr sollte man sich fragen: „Wer weiß, was wir noch mehr herausgeholt hätten, wenn wir DICH als 8001. Mitglied hätten?“ Wir als GdP sind die größte Polizeigewerkschaft und mit jedem Mitglied mehr können wir auch mehr erreichen.

„Ich gehe lieber in eine andere Gewerkschaft, weil ich nicht so ein Mitläufer bin und eher gegen den Strom schwimme.“ Auch das habe ich schon gehört. Ich bin der Meinung, wenn jemand das behauptet, dass er das Prinzip einer Gewerkschaft nicht verstanden hat. Denn gerade in der GdP kann man besonders gut gegen den Strom schwimmen und etwas erreichen.

Besonders wichtig ist dabei, sich aktiv zu beteiligen. Die Möglichkeit dazu hat jedes Mitglied.

Momentan ist die GdP Sachsen auf der Suche nach neuen jungen Mitgliedern, die sich aktiv in der Jungen Gruppe engagieren. Dazu gehört Aufgeschlossenheit und vor allem ein Kollektivdenken. Wer nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle seine Kollegen Veränderungen und Verbesserungen schaffen möchte, hat den Begriff „Gewerkschaft“ verstanden und ist mit diesem Selbstverständis herzlich willkommen. Möglicherweise hast genau DU eine Idee oder eine Vision, wie du etwas bei der Polizei optimieren möchtest.

Beschweren kann man sich mit Sicherheit viel. Aber es bedarf an Lösungsvorschlägen, um Defizite aufzubessern. Zwei Köpfe sind besser als einer. 1000 sind besser als 100 und 8001 sind besser als 8000. Wenn du dich gern beteiligen möchtest in der Jungen Gruppe, kannst du dich gern melden bei mir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Mach mit und misch dich ein!