Wer, wenn nicht wir - #GdPBJK18

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Wer, wenn nicht wir

Unter diesem Motto trafen sich 104 Delegierte sowie der ehemalige Bundesjugendvorstand und einige Gäste, um die sie sich selbst auferlegten - neuen Wege zu gehen!

Die 15. Bundesjugendkonferenz in Potsdam, welche in der Zeit vom 09.04. - 10.04.2018 stattfand, versprach schon vor Beginn innovativ und zukunftsweisend zu werden. Denn nicht zuletzt waren es über 70 Anträge, welche es im Laufe dieser Konferenz zu bearbeiten galt.

Wir die JUNGE GRUPPE GdP Sachsen nahmen selbstverständlich auch teil. Leider konnten gesundheitlich bedingt letztlich nur Christin, Felix, Kevin und Daniel den Weg nach Potsdam antreten.

 

Hier der Link zur offiziellen Seite der BJK2018



Bild: GdP/Hagen Immel

Früh am Morgen, pünktlich um 09:00 Uhr begann dann die heiß erwartete Bundesjugendkonferenz.

Nach einer Begrüßung und ein paar Eingangsworten, war es endlich soweit. Unter dem Motto "Neue Wege gehen" wurde die GdP-App 2.0 durch den Verantwortlichen der App-AG Heiko Müller vorgestellt. Nach langer Vorbereitung und intensiver Arbeit konnte die neue App durch das Betätigen des Buzzers von Arnold Plickert, Oliver Malchow, Heiko Müller und mit dem Vertreter der Firma "neusta mobile solutions GmbH", Kai van Salzen, an den Start gehen.

Hier lest ihr den ganzen Artikel zur neuen GdP-App nach.: Die neue GdP App ist da!


Im Anschluss an das Event trat Oliver Malchow, Vorsitzender der GdP, an das Mikrofon und betonte in seiner Rede die große Rolle der JUNGEN GRUPPE und wie wichtig diese für die Gewerkschaft ist. Die Jugend zeigt den "Alten" immer wieder auf - es geht eben doch. So griff er das Motto der Konferenz auf und sagte: "Wer, wenn nicht wir - wer, wenn nicht ihr!" und bekam dafür tosenden Applaus. Außerdem sprach er über das große Problem und die derzeitige Entwicklung von Gewalt gegen Polizei. Aber auch dem gemeinsam erreichten Ziel - nicht zuletzt durch die Kampagne der JUNGEN GRUPPE "Auch Mensch" - der Einführung des Paragrafen 114 StGB. Nicht zuletzt bedankte er sich noch für die Arbeit, die die JUNGE GRUPPE stetig leistet und das all das nicht selbstverständlich ist. "Es war eine gute Entscheidung der GdP, vor über 50 Jahren die Jugendarbeit fest in der Struktur der Organisation zu verankern.", so Malchow.

Auch Dietmar Schilff, GdP-Vize, hob die Arbeit der JUNGEN GRUPPE sowie die Bedeutung für die GdP hervor und forderte mehr Förderung für die Gewerkschaftsjugend. Er bekräftigte das Motto der Konferenz und verlangte auch weiterhin unkonventionelle Wege zu gehen, sowie die eigene Identität der Jugendorganisation zu wahren. Auch hob er die Verantwortung hervor mit welcher wir aus der Vergangenheit der Polizei lernen müssen, um die Zukunft besser gestalten zu können und Rassismus, negativem Populismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung keine Chance zu lassen. Dietmar bedankte sich bei allen Funktionären sowohl auf Bundes- als auch auf Landes- und örtlicher Ebene für ihren Einsatz.

 
Bild: GdP/Hagen Immel
 


Ebenso würdigte Manuela Conte, DGB Bundesjugendsekretärin, die Arbeit der JUNGEN GRUPPE. Der viertgrößten Gewerkschaftsjugend innerhalb des DGB und mit einem Plus von 12% an Mitgliedern allein im letzten Jahr, zollt sie großen Respekt. Gemeinsam stehen wir auch auf dem im Mai stattfindenden DGB-Bundeskongress für unsere Themen ein. "Wir fordern gemeinsam ein klares Bekenntnis gegen Gewalt an Polizei und Einsatzkräften, Qualität in der Ausbildung, mehr Personal und permanente Verbesserung der Ausrüstung.", so Conte.

Bild: GdP/Hagen Immel

Danach gab es den Startschuss einer neuen Kampagne, welche ihr schon bald auf unserer Seite finden werdet, bleibt gespannt.

Als einer seiner letzten Amtshandlungen als (ehemaliger) Vorsitzender des Bundesjugendvorstandes sprach auch Kevin Komolka einige Worte und nutzte die Zeit nicht nur für seinen Geschäftsbericht.

Dabei ging er auf die erreichten Ziele aus der Vergangenheit aber auch auf die Aufgaben der Jugend in der Zukunft ein. Neben den Qualitätsansprüchen in der Ausbildung sowie den entsprechenden Anreizen für eine Bewerbung bei der Polizei und deren Unterschiede in den entsprechenden Ländern beklagte Komolka den Wandel der Gesellschaft und die fortschreitende Akzeptanz von Gewalt gegen Polizei und Einsatzkräften. Hier hob er die bisher erreichten Ziele wie die Einführung des §114 StGB und die damit verbundene Kampagne "Auch Mensch" hervor, welche die Forderungen zur Bewältigung und Verbesserung der Situation für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst unterstreicht.

 
Bild: GdP/Hagen Immel

Außerdem sprach der scheidende Vorsitzende einige Probleme im Zusammenhang mit ehrenamtlicher Tätigkeit an. Große Unterschiede in den Ländern machen es den Gewerkschaftern schwer ihrer Arbeit professionell nachzugehen. Hier nahm er insbesondere die Sonderurlaubsregel in die Mangel.

Nicht zuletzt ging er auch auf die Problematik mit rechter Hetze und Populismus sowie Fremdenfeindlichkeit und Hass ein. "Trotz gebotener politischer Neutralität müssen wir dafür einstehen, dass rechtes Gedankengut sich nicht weiter verbreitet.", so Komolka.

Hier geht's zum ganzen Artikel zur Rede Kevin Komolkas.



Bild: GdP/Hagen Immel

Endlich war es soweit. Es ging in die heiße Phase. Der alte Vorstand verabschiedete sich, nachdem Kevin wie bereits erwähnt den Geschäftsbericht sowie Andre Kutzner seinen Finanzbericht vortrug und der bisherige Vorstand entlastet wurde. Somit war der Weg offen für die Wahl des neuen Geschäftsführenden GdP - Bundesjugendvorstandes.

Es war eine spannende und auch nicht ganz einfache und reibungslose Wahl. Gleich zu Beginn sollte es heiß hergehen. Die beiden Kontrahenten Christoph Möhring (Hessen) und Niels Sahling (Bremen) hatten sich gut vorbereitet. Beide hielten wirklich ausgezeichnete Reden in denen sie ihre Position vertraten und die Richtung der GdP JUNGEN GRUPPE und ihre Ideen der Umsetzung aufwiesen. Letztlich war es ein denkbar knappes Ergebnis, mit welchem sich der neue Bundesjugendvorsitzende Niels Sahling an die Spitze setzte.
Auch GdP - Vize Dietmar Schilff lies es sich natürlich nicht nehmen, dem neuen Vorsitzenden zu gratulieren und ihm noch ein paar persönliche Worte mit auf den Weg zu geben.
 
Bild: GdP/Hagen Immel

Ebenfalls neu gewählt wurden die stellvertretenden Vorsitzenden. Hier konnten Ramin Kalali Emghani (Bremen) , zuvor stellvertretender Kassierer, und Michael Flis (Rheinland-Pfalz), zuvor stellvertretender Schriftführer, in das Amt gewählt werden. Neu im Geschäftsführenden Bundesjugendvorstand und ebenfalls Vize sind Anna Maria Raschke (Hessen) und der Bundespolizist Martin Friese. Auch hier gab es mehrere Anwärter auf einen Platz der vorderen Stühle und wurden daher heiß umworben.

Künftig ein waches Auge auf die Ausgaben wird Felix Rößger (Niedersachsen) als Kassierer und Maria Arndt (Mecklenburg Vorpommern) als seine Stellvertreterin halten. 

Als neue Schriftführer konnte Christian Ehringfeld (Bundeskriminalamt) und sein Stellvertreter Christian Emmerich (Nordrhein-Westfalen) das Vertrauen der Delegierten erlangen.

Somit steht der neue Vorstand fest und kann sich an die Arbeit machen, die neuen hoch gesteckten Ziele zu verwirklichen.

Auch die eigens durch die JUNGE GRUPPE GdP erstellte Resolution wird hierbei mit einfließen. Hier geht's zur Resolution zum Nachlesen.

Bild: GdP/Hagen Immel



Bild: GdP/Hagen Immel

Unmittelbar nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden musste sich Niels Sahling bereits der ersten Gesprächsrunde stellen.

Neben der migrationspolitischen Sprecherin der FDP - Bundesfraktion, Linda Teuteberg, musste sich auch der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungsozialisten (Jusos), Stephan Schumann und der Bundessprecher der Grünen Jugend, Max Lucks den kritischen Fragen des Moderators Christoph Tiegel und der Delegierten im Saal stellen. Auch Niels nahm an dieser Talkrunde teil.

Mangelnde Rückendeckung von Politik und Justiz war nur eines der Kritikpunkte. Sie hatten es nicht leicht und präsentierten sich tapfer den 104 Delegierten. Andere taten dies leider nicht. Die Jugendorganisation der Partei Die Linke reagierte nicht einmal auf die Einladung und die Union fand wohl das geeignete Personal mit den entsprechenden Ressourcen für eine solche Debatte nicht.

Dabei sind es nicht selten die Vertreter solcher Jugendorganisationen, welche den Polizistinnen und Polizisten auf den vielfältigen Demonstrationen begegnen. Hier wünschen sich die Delegierten nicht nur eine verbale Abgrenzung zu denen, welche Gewalt gegenüber Polizeibeamte als legitimes Mittel vertreten. Außerdem fordern die Gewerkschaftsmitglieder mehr Vertrauen in die Arbeit der Polizei.

   
Bilder: GdP/Hagen Immel

Auch die Rede von Friedel Durben (Leiter FH Polizei Rheinland-Pfalz) unterstrich noch einmal die an die JUNGE GRUPPE gestellten Aufgaben zur Verbesserung der Zukunft unserer Polizeien. Er ging dabei insbesondere auf die Ausbildung und deren Qualität sowie notwendige Anreize zur Attraktivität ein. Denn "Bildung ist Zukunft" wie Friedel Durben treffend formulierte.

Bild: GdP/Hagen Immel

Hier geht es zu den Kernthesen des Direktors.

Damit ging der erste Tag der Konferenz vorbei und die Teilnehmer feierten die erreichten Ziele zusammen mit ihrem neuen Vorstand um Niels Sahling bei der Abendveranstaltung.



Bild: GdP/Hagen Immel

Auch am zweiten Tag der Konferenz mussten die Teilnehmer trotz der Abendveranstaltung früh aufstehen. Um 08:30 Uhr begann die Antragsberatung.

Es galt über mehr als 70 Anträge zu entscheiden.

Forderungen wie die Re-Förderalisierung und der damit verbundenen Unterschiede in der Besoldung sowie die finanzielle und soziale Entlastung der in den Ballungsräumen dienstleistenden Kolleginnen und Kollegen waren nur zwei der Themen über die viele Beschlüsse gefasst wurden.

Auch die Begleitung und Unterstützung besonders belastender Aufgaben in der Polizei wie der Deliktsbereich der Kinderpornografie waren Themen die in der Antragsberatung aufgeführt wurden. Eine verpflichtende Supervision hält nicht nur der neue Vorsitzende Sahling für wichtig und fordert Maßnahmen für gesundheitliche Prävention der Beamtinnen und Beamten.

Ebenfalls wichtig sahen die Delegierten die Bekämpfung der kriminellen Clans. Hier wurde eine deutlich verstärkte Prävention und die konsequente Bekämpfung dieses Deliktsbereiches gefordert. "Bisher gibt es keine bundesweit abgestimmte Vorgehensweise gegen Clans.", so Sahling.

Natürlich gab es auch entsprechende Anträge zur Modernisierung und Sicherung zukunftsweisender Ausrüstung sowie Arbeitsbedingungen. Gerade das Thema Streifenwagen wird in vielen Bundesländern bereits durch Arbeitsgruppen beackert. Das ist zwar löblich, dennoch sind wir im europäischen und internationalen Vergleich teils weit abgeschlagen. Effizientes Arbeiten wäre notwendig und würde eine enorme Arbeitserleichterung und deutlich mehr eigene Sicherheit bringen. Außerdem sollten Navigationsgeräte, Bordcomputer oder Laptops mit Schnittstellen zu Intranet und Abfragesystemen, Drucker, dienstliche Mobilfunkgeräte und Smartphones, Bordcams und Bodycams, EC-Kartenlesegeräte, Ausweis- und Kennzeichenlesegeräte Standard sein.

Auch wurde für jede sich im operativen Dienst befindlichen Kollegin und Kollegen ein Erste-Hilfe-Material zur Erstversorgung sowie die entsprechend weiterführende Fortbildung dazu gefordert. So kann die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zur Versorgung z.B. auch von Schusswunden überbrückt werden. 

Unterschiedliche Ausrüstungsstandards sind nicht zeitgemäß. Gerade bei der KSA herrschen teils eklatante Unterschiede. Auch was die Einsatzversorgung und -unterbringung betrifft, müssen bundesweit einheitliche Standards her. Was die Beamtinnen und Beamten auch in jüngster Vergangenheit bei größeren Einsätzen erleben mussten ist teils unzumutbar. Auch bei der Verpflegung haben Bund und Länder noch Nachholbedarf. Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Teil um die Einsatzfähigkeit einer leistungsfähigen Polizei zu gewehrleisten. Dabei müssen wir eine Vorreiterrolle einnehmen.

Viele Weitere Themen wurden in der Konferenz noch beraten, welche der neue Vorstand sich als Aufgabe für die nächsten 4 Jahre macht. Manch eine wurde dabei heiß diskutiert. Mit den Beschlüssen soll die Zukunft der Polizei gesichert und die Arbeit der JUNGEN GRUPPE weiter vorangetrieben werden.

   
Bilder: GdP/Hagen Immel

Gegen 13:30 Uhr war die Konferenz dann nach abschließenden Worten des neuen Vorsitzenden beendet. Viele Glückliche Gesichter verließen die Brandenburgische Hauptstadt wieder in ihre Heimat.

Hier der Link zur offiziellen Seite der BJK2018

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