Wer, wenn nicht wir - #GdPBJK18 - Tag 2 - Zukunft der Polizei

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Bild: GdP/Hagen Immel

Auch am zweiten Tag der Konferenz mussten die Teilnehmer trotz der Abendveranstaltung früh aufstehen. Um 08:30 Uhr begann die Antragsberatung.

Es galt über mehr als 70 Anträge zu entscheiden.

Forderungen wie die Re-Förderalisierung und der damit verbundenen Unterschiede in der Besoldung sowie die finanzielle und soziale Entlastung der in den Ballungsräumen dienstleistenden Kolleginnen und Kollegen waren nur zwei der Themen über die viele Beschlüsse gefasst wurden.

Auch die Begleitung und Unterstützung besonders belastender Aufgaben in der Polizei wie der Deliktsbereich der Kinderpornografie waren Themen die in der Antragsberatung aufgeführt wurden. Eine verpflichtende Supervision hält nicht nur der neue Vorsitzende Sahling für wichtig und fordert Maßnahmen für gesundheitliche Prävention der Beamtinnen und Beamten.

Ebenfalls wichtig sahen die Delegierten die Bekämpfung der kriminellen Clans. Hier wurde eine deutlich verstärkte Prävention und die konsequente Bekämpfung dieses Deliktsbereiches gefordert. "Bisher gibt es keine bundesweit abgestimmte Vorgehensweise gegen Clans.", so Sahling.

Natürlich gab es auch entsprechende Anträge zur Modernisierung und Sicherung zukunftsweisender Ausrüstung sowie Arbeitsbedingungen. Gerade das Thema Streifenwagen wird in vielen Bundesländern bereits durch Arbeitsgruppen beackert. Das ist zwar löblich, dennoch sind wir im europäischen und internationalen Vergleich teils weit abgeschlagen. Effizientes Arbeiten wäre notwendig und würde eine enorme Arbeitserleichterung und deutlich mehr eigene Sicherheit bringen. Außerdem sollten Navigationsgeräte, Bordcomputer oder Laptops mit Schnittstellen zu Intranet und Abfragesystemen, Drucker, dienstliche Mobilfunkgeräte und Smartphones, Bordcams und Bodycams, EC-Kartenlesegeräte, Ausweis- und Kennzeichenlesegeräte Standard sein.

Auch wurde für jede sich im operativen Dienst befindlichen Kollegin und Kollegen ein Erste-Hilfe-Material zur Erstversorgung sowie die entsprechend weiterführende Fortbildung dazu gefordert. So kann die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zur Versorgung z.B. auch von Schusswunden überbrückt werden. 

Unterschiedliche Ausrüstungsstandards sind nicht zeitgemäß. Gerade bei der KSA herrschen teils eklatante Unterschiede. Auch was die Einsatzversorgung und -unterbringung betrifft, müssen bundesweit einheitliche Standards her. Was die Beamtinnen und Beamten auch in jüngster Vergangenheit bei größeren Einsätzen erleben mussten ist teils unzumutbar. Auch bei der Verpflegung haben Bund und Länder noch Nachholbedarf. Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Teil um die Einsatzfähigkeit einer leistungsfähigen Polizei zu gewehrleisten. Dabei müssen wir eine Vorreiterrolle einnehmen.

Viele Weitere Themen wurden in der Konferenz noch beraten, welche der neue Vorstand sich als Aufgabe für die nächsten 4 Jahre macht. Manch eine wurde dabei heiß diskutiert. Mit den Beschlüssen soll die Zukunft der Polizei gesichert und die Arbeit der JUNGEN GRUPPE weiter vorangetrieben werden.

   
Bilder: GdP/Hagen Immel

Gegen 13:30 Uhr war die Konferenz dann nach abschließenden Worten des neuen Vorsitzenden beendet. Viele Glückliche Gesichter verließen die Brandenburgische Hauptstadt wieder in ihre Heimat.

Hier der Link zur offiziellen Seite der BJK2018

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