Positionierung der GdP Sachsen zur Hochschule der Sächsischen Polizei

Positionierung der GdP Sachsen zur Hochschule der Sächsischen Polizei

Zukunft der polizeilichen Aus- und Fortbildung in Frage gestellt

Seitens mehrerer Professoren der Hochschule der Sächsischen Polizei wurden in einem Schreiben Argumente für einen Standortwechsel der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) von Rothenburg an die Hochschule Meißen (FH) zusammengefasst. Der Hauptpersonalrat äußerte sich in einem Statement im Intranet mit einer gemeinsamen Positionierung.

Im engen gemeinsamen Austausch der drei Gewerkschaften, zusammen mit dem P-HPR, konnte Einigkeit zu folgenden Punkten erzielt werden:
Einer perspektivischen geografischen Verlagerung des Studienanteils der Hochschule der Sächsischen Polizei an eine infrastrukturell geeignetere Position im Zentrum des Freistaates Sachsen, stehen wir zur Steigerung der Attraktivität im Kontext möglicher Risiken der Zielerreichung grundsätzlich positiv gegenüber.

Als oberste Prämisse sehen wir die Beibehaltung der Organisationsstruktur der Hochschule mit ihren vier Abteilungen unter einem Dach. Eine organisatorische Angliederung an die Verwaltungsschule in Meißen oder eine andere Hochschule lehnen wir jedoch deutlich ab.

Wir sprechen uns entschieden für eine Beibehaltung der Eigenständigkeit der Hochschule der Sächsischen Polizei aus. Aus- und Fortbildung ist weiterhin organisatorisch unter einem Dach und in der Hand der Polizei zu führen.

Im Kontext der durch den Minister angekündigten Qualitätsoffensive empfehlen wir neben einer geografischen Verlagerung des Grundstudiums auch eine sich an das Grundstudium anschließende berufsorientierte Spezialisierung am Standort des FBZ Bautzen

Um sowohl die bisherigen Investitionen an den Standorten Rothenburg und Bautzen nachhaltig zu nutzen und die Beschäftigten zu „schützen“ fordern die GdP Sachsen die weitere polizeiliche Nutzung beider Standorte. Dabei wäre es durchaus zielführend, die Fortbildung nach Rothenburg umzusiedeln.

Weiterhin fordern wir die Mitnahme der Interessenvertretungen und des Personals in diesem weitreichenden Prozess und keine bloße Bekanntgabe von Entscheidungen Dritter. Die Politik sollte sich im Klaren sein, dass hinter ihren Entscheidungen eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen stehen, welche mit den Konsequenzen erneuter beruflicher und damit immer auch privater Veränderung leben sollen. Transparenz und Klarheit sind daher unerlässlich.

Die Hochschule der Polizei darf nicht nur externer Dienstleister sein, sondern muss organisatorisch zur Polizei gehören. Mit der FH, ihrer Abteilung 2 und des SIPS ist Wissenschaft Bestandteil der Polizei und kann so unser Leitbild und damit die zukünftige Polizeiarbeit qualitativ und innovativ mitgestalten. Um den Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, müssen klare zukunftsorientierte Pläne existieren und kein blinder Aktionismus nur der Veränderung willen existieren. Der seit Dezember neu aufgestellten Struktur der Aus- und Fortbildung muss die Chance gegeben werden, ihre Arbeit entsprechend aufzunehmen ohne nach wenigen Monaten diese erneut in Frage zu stellen. Die GdP Sachsen fordert daher Klarheit und Sicherheit für die Beschäftigten in den kommenden Jahren.

Die GdP fordert die gleichartigen Überlegungen für die Steigerung der Attraktivität bei der Auswahl von Ausbildungsstandorten der LG 1.2. Wir sprechen uns daher erneut für eine Polizeifachschule in Leipzig aus.

Bei all den möglichen Schwierigkeiten, die dieser Prozess mit sich bringt, kann es auch eine Chance sein die Aus- und Fortbildung in ihrer Attraktivität und Qualität zu steigern. Zufriedene Kolleginnen und Kollegen, die gern an ihren Arbeitsplatz kommen, werden bessere Leistungen bringen.

Die GdP Sachsen wird den Prozess auch weiterhin intensiv und kritisch begleiten.

 

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